Erdbeeren und Rhabarber

Die ersten deutschen Erdbeeren sind noch gar nicht so richtig auf dem Markt, schon sprießen die Rezepte zur Erdbeer-Rhabarber-Kombi nur so aus dem Boden. So auch bei mir. Muss wohl an der Oster-Frühlings-Freude-Luft liegen (ähm, den Blick aus dem Fenster sparen wir uns jetzt einfach). Seit mir jedenfalls vor zwei Wochen ein kleines Stück eines Erdbeer-Rhabarber-Muffins in die Hände gefallen ist, bin ich Feuer und Flamme für diese himmlische Kombi – deswegen versteht es sich von selbst, dass ich auch endlich selbst tätig werden musste.

Warum ich nicht gleich eine Köstlichkeit aus Erdbeeren und Rhabarber gebacken habe? Tja, fragt mal meine bereits erwähnte zu kleine Küche. Oder die nicht vorhandene Spülmaschine. Die steht nämlich nur in meinem Heimatort, weswegen ich die Wochenenden bei meinem Paps immer sehr exzessiv nutze – ob nun zum Leidwesen meiner Abnehmer oder nicht 😉  Die sind übrigens auch noch ein Grund, weswegen ich lieber in meiner alten Heimat backe als in meiner neuen. Denn dort bin ich ja quasi umzingelt von ausgelernten und angehenden Konditoren, die genug eigene feine Leckereien backen und nicht noch mehr Süßzeug brauchen.

Und so kommt es, dass ich eben erst jetzt einen mehrere kleine bis mittelgroße Träumchen mit Erdbeeren und Rhabarber gebacken habe. Denn wenn, dann richtig, oder? Von einem stinknormalen Rührkuchen mit Erdbeer-Rhabarber-Topping und Streuseln über Erdbeer-Rhabarber-Cupcakes mit Marzipansahne bis hin zu – dem Probebacken für die anstehende Hochzeitstorte in drei Wochen sei Dank – Guinness-Cupcakes mit Erdbeersahne und Rhabarberkompott ist alles dabei. Ein Rezept gibt’s aber heute nur für den Kuchen.  Die Cupcakes bestehen nämlich im Prinzip aus dem selben Teig und die Guinness-Cupcakes stelle ich euch vielleicht mal ein anderes Mal vor. Und keine Sorge, ich habe keine importierten Billig-Erdbeeren aus Spanien oder sonst woher verwendet. Nein, meine Erdbeeren kommen aus dem heimischen Garten und hatten bis dato schön brav in der Gefriertruhe auf ihren großen Einsatz gewartet. Hat super funktioniert und dem Geschmack überhaupt nicht geschadet. Vielleicht habt ihr ja auch noch Reste vom letzten Jahr, oder ihr wagt den Schritt in den Supermarkt und kauft euch welche. Auf jeden Fall rate ich euch: ausprobieren!

Gefunden habe ich das Rezept auf einem meiner Lieblingsblogs: Maras Wunderland. Ich habe es allerdings etwas abgewandelt, vor allem in Bezug auf die Menge (wegen der Mini-Cupcakes). Außerdem mussten bei mir ja noch die Streusel drauf und sowieso brauchte ich viel mehr Rhabarber 😉

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Rührkuchen mit Erdbeer-Rhabarber-Topping und Streuseln

Für den Rührkuchen

  • 300g Erdbeeren, gewaschen und halbiert
  • 250g Rhabarber, geputzt und in Stücke geschnitten
  • 175g Butter
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 150g Zucker
  • 1 EL brauner Zucker
  • 3 Eier
  • 275g Mehl Type 405
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 125g Joghurt (1,5%)

Bevor ihr anfangt, solltet ihr eure Springform (26cm) einfetten und evtl. mit Semmelbröseln ausstreuen. Außerdem könnt ihr jetzt schon euren Backofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen und euer vorbereitetes Obst mit einem 1 EL braunem Zucker mischen. Wenn ihr soweit seid, geht’s ans Masse anrühren. Dafür müsst ihr einfach nur Butter, Vanillezucker und Zucker weiß-schaumig aufschlagen und dann nach und nach die Eier zugeben. Danach mischt ihr das Mehl mit dem Backpulver und gebt es abwechselnd mit dem Zucker zu euer Zucker-Eimischung, sodass beides nur geradeso untergerührt ist.

Obwohl ich eigentlich geplant hatte, 12 Mini-Muffins zu backen, habe ich mich beim Einfüllen der Masse in das Blech dazu entschieden, es erstmal bei 8 zu belassen. Gott sei Dank, denn in der großen Form sah das, das später mal mein Kuchen hat werden sollen, nämlich ziemlich verloren aus. Ich habe sogar noch die Masse aus zwei Muffinmulden geklaut, um die Springform einigermaßen füllen zu können – vielleicht lag das aber auch an der ziemlich (!) zähflüssigen Konsistenz. Lange Rede, kurzer Sinn: Im Endeffekt waren meine Sorgen vollkommen unbegründet: Der Kuchen ist wunderbar hoch geworden (für meinen Geschmack sogar einen Tick zu hoch) und von der Konsistenz war auch nichts mehr zu sehen oder zu schmecken. Für den Fall, dass ihr euch beim Nachbacken also wundert, hört auf damit und vertraut auf euch und euren Backofen. Nach ca. einer Stunde Backzeit ist alles gut!

Allerdings müsst ihr zuerst noch euer bereitgestelltes Obst auf eurer Masse verteilen und diese leicht andrücken. Wenn ihr eher ein Fan von Obst im Kuchen anstatt darauf seid, drückt es einfach noch ein Stück weiter in die Masse. Und was fehlt jetzt noch zu eurem Glück? Na klar, die Streusel!

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Für die Streusel:

  • 200g Mehl
  • 150g Butter
  • 100g Zucker

Alles, was ihr hier braucht ist ein einfacher 1-2-3- Mürbteig, für den ihr einfach alle Zutaten gut miteinander verknetet und anschließend mit den Händen über euren Früchten zerkrümelt. Voilà, schon ist eure Frühlingsüberraschung aus der Küche fast fertig! Nur noch „kurz“ für die angekündigte Stunde in den Ofen und dann heißt es,  nach der – leider – obligatorischen Abkühlphase und einem Puderzucker-Staubwölkchen: Gäbelchen raus und schmecken lassen! Ich sage euch: Ihr schwebt im Himmel!

 

 

 

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3 Gedanken zu “Erdbeeren und Rhabarber

  1. sweetbakingstories schreibt:

    Wow! Da hast du aber fleißig gebacken. Die Erdbeercupcakes mit Marzipansahne und die Guiness Cupcakes hören sich ja fantastisch an! Wie machst du die Marzipansahne? Oftmals finde ich dass industrielles Marzipan gar nicht genug Geschmack hat und Marzipancremes etwas fad schmecken. Gibt es eine spezielles Marzipan, dass du benutzt? Liebe Grüße Stefanie von http://www.sweetbakingstories.com

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